Die Anwendung des Symptomenlexikons (SL)

SL IV – Zweitverschreibung, Dosologie sowie Geistes- und Gemütskrankheiten

 

Wochenendmodul | Samstag + Sonntag | Fortbildungspunkte | 17 UE à 45 Min.

 

Wichtige Hinweise:

Für die Teilnahme an SL IV ist der vorherige Besuch von SL I bis SL III unbedingte Voraussetzung !

Aus terminlichen Gründen des Referenten findet das SL IV nur einmal im Jahr zentral in Erlangen statt, und zwar im Januar des Folgejahres.

In SL IV beleuchtet Michael Kohl sehr ausführlich den Fallverlauf – also ganz konkret die Reaktion nach der Arzneigabe – denn durch viele Supervisionen beobachtete Michael Kohl, dass sich an dieser Stelle entscheidet, ob ein bis dahin gut laufender Fall mit einer umfassenden Heilung abgeschlossen wird, oder ob er im Verlauf durch auftretende Probleme doch noch verloren zu gehen droht. Der Referent zeigt den Seminarteilnehmern, wie solche Situationen gemeistert werden können. Er stellt ein klares und vielfach bewährtes Lösungskonzept vor, das über die letzten Jahre weiter verfeinert wurde. Mithilfe eigener Fälle veranschaulicht er die Lösungsansätze.

Für viele SL-Anwender sind Patienten, bei denen die Erkrankung des Geistes- oder Gemüts­zustands die Hauptsymptomatik darstellt, eine große Herausforderung. Auch hier vermitteln Fälle aus der eigenen Praxis Michael Kohls, wie umfangreiche Leidensgeschichten in die knappe Sprache des SLs übersetzt werden können.

Zweitverschreibung

Nach Verabreichung einer Arznei können verschiedene Reaktionen auftreten, die viele Fragen aufwerfen:

  • Neue Symptome erscheinen, alte Symptome verschlimmern sich oder bereits verschwundene Symptome kehren wieder.
  • Wie ist im jeweiligen Fall vorzugehen?
  • Wie unterscheidet man Überempfindlichkeiten gegen homöopathische Arzneien von Früh- und Spätverschlimmerungen?
  • Wann sollte man die Arznei absetzen, die Dosis erhöhen oder verringern, die Potenz wechseln oder gar die Arznei etc.?

Dies kann immer wieder zu Verunsicherungen beim Therapeuten als auch beim Patienten führen.

Dosologie

Auch hier bedarf es klarer Kenntnisse, damit man den Fall nach der Findung des Simile mit einer sicheren Heilung abschließen kann:

Wie verändert sich die Dosierung:

  • bei der Exazerbation einer chronischen Krankheit?
  • bei überempfindlichen Patienten?
  • bei Reaktionsstarre?
  • bei pathologischen Veränderungen?
  • bei sehr hartnäckigen Fällen oder in besonders belastenden Situationen?
  • Wie fängt man z.B. den Schub einer Migräne im Anfall ab?
  • Was tun, wenn sich unbeabsichtigt während der Kur außerdem Prüfungssymptome entwickeln?

Geistes- und Gemütskrankheiten

Michael Kohl wird zeigen, worin die Besonderheiten bei diesen Krankheiten liegen. Es werden u.a. folgende Fragen geklärt:

  • Wie sieht eine Psychoanamnese aus?
  • Welche Rubriken aus dem SL können bei diesen Krankheiten verwendet werden?
  • Was ist in diesem Zusammenhang von den Kent‘schen (und denen seiner Nachfolger) „Konstitutionstypen“-Beschreibung zu halten?
  • Was bewirkt ein Simile überhaupt bei einem Patienten, der an einer Geistes- oder Gemütskrankheit leidet?

Hausarbeit

Vorab werden fünf Fälle des Referenten zugeschickt, die jeder Teilnehmer in Ruhe zu Hause analysiert und in Zeichenkombinationen übersetzt. In der Folge werden sie hierarchisiert und als Zeicheninbegriff in Form eines Diagramms zusammengefasst, so wie es bereits in SL II und SL III eingeübt wurde. Auf dem Seminar werden diese Kasuistiken gemeinsam analysiert.