Newsletter 2

Verschreibungssicherheit mit dem Symptomenlexikon

Wir haben in Newsletter 1 beleuchtet, warum die heute gängigen Homöopathie-Methoden mit ihren spekulativen Arzneimittelbildern keine Verschreibungssicherheit bieten können. Aber was ist die Alternative?
Es ist die Rückbesinnung auf Verschreibungen wie Samuel Hahnemann, sie machte – sicher und aus deutlich einzusehenden Gründen. Schauen wir uns das genauer an:

Die Arzneimittelprüfung. Der Schlüssel zur Kenntnis der konkreten, charakteristischen Arzneimittelwirkung liegt im Verständnis der Arzneimittelprüfungen und daraus resultierender Prüfungssymptome. Folgende Thesen waren bereits zu Hahnemanns Zeiten bekannt. Sie gingen dem Bewusstsein der Homöopathen-Gemeinde im 20. Jahrhundert leider weitgehend verloren. Auf den SL-Seminaren werden sie wieder gehoben und genauestens begründet:

1.  Ein einzelnes Prüfungssymptom ist nie verlässlich! In den Arzneimittelprüfungen können auch Symptome aufgetreten sein, die der Prüfer an diesem Tag zufällig entwickelt hätte - auch ohne Testarznei.  Wer kennt das nicht? Man kann natürlich auch ohne Arzneimittelprüfung z.B. ein Ziehen im Rücken und ein Drücken im Kopf verspüren

2.  Die charakteristische Wirkung einer Arznei offenbart sich nie in ganzen Symptomen! Ein ganzes Symptom setzt sich aus einer Beschwerde, den Bedingungen, unter denen sie sich verschlechtern oder verbessern, und dem Ort zusammen. Diese Kombination tritt bei Arzneimittelprüfungen so aber nicht wiederholt auf. Wäre dies so, könnten wir gleich oder ähnlich lautende Prüfungssymptome im Verzeichnis der Prüfungssymptome einer Arznei in den primäre Materia medicae gehäuft wieder finden – dem ist nicht so!

3.  Jedes Prüfungssymptom ist immer zusammengesetzt aus zwei Teilen!

a) der konkreten Arzneiwirkung und

b) der individuellen Veranlagung des Prüfers
Der individuelle Anteil des Prüfers am Prüfungssymptom kann uns somit in die Irre führen! Wir müssen also wissen, welcher Teil eines jeden Prüfungssymptoms die tatsächliche Arzneiwirkung darstellt und welcher Anteil dem Prüfer zuzuordnen ist. Letzterer darf nicht berücksichtigt werden.

4.  Heilerfahrungen sind leider nicht zuverlässig und liefern keine weitere Verschreibungssicherheit! Heilerfahrungen sind immer mehrfach deutbar. Das Verschwinden eines Symptoms nach einer Arzneigabe kann  niemals eindeutig der unmittelbaren Arzneiwirkung zugeordnet werden. Viele Symptome, die nach einer Mittelgabe verschwinden, gehören möglicherweise gar nicht zum Wirkungsbereich der gegebenen Arznei. Ordnet man ihr diese dennoch zu, verliert sich das scharfe Bild ihrer charakteristischen Wirkung!

5.  Alle gängigen Repertorien können keine zuverlässigen Angaben zu den konkreten Arzneimittelwirkungen geben!

Diese Repertorien basieren auf:

a) ganzen Prüfungssymptomen – in diesen lässt sich der sichere Anteil an der Arzneiwirkung nicht erkennen. Und da kein Repertorium trennen kann zwischen dem in die Irre führenden Anteil des Prüfers (denn dessen Anteil am Prüfsymptom gehört ja gerade NICHT zur Arzneiwirkung) und dem wichtigen und nötigen Anteil der Arzneiwirkung, sind diese Repertorien unbrauchbar.

b) Heilungssymptomen – diese sind mehrfach deutbar und können deshalb keine zuverlässige Auskunft über die Arzneiwirkung geben.

Das echte Problem eines Homöopathen. Wie soll er das Simile-Gesetz anwenden, wenn ihm zuverlässiges Wissen über die Arzneiwirkung fehlt? Woher soll er die dringend benötigte Gewissheit über die Kraft unserer Arzneien bekommen? Die Antwort ist inzwischen einfach: Das Symptomenlexikon bietet uns Homöopathen die eindeutige und charakteristische Wirkung einer Arznei. Wir selber können mit wenigen ‚Klicks‘ im digitalen Programm überprüfen, wie oft eine Arznei welche Wirkung hervorgebracht hat. Wir können die Wirkung also einfach ablesen. Wie dies funktioniert, erfahren Sie in unserem dritten und letzten Newsletter.

Überprüfen Sie unsere Argumente und lernen Sie die Arbeit mit dem Symptomenlexikon nach Hahnemann kennen – Sie werden erstaunt sein!

Neue Veranstaltungsreihe in Hamburg

SL I: Einführung und Grundlagen

24. - 25. Februar 2018

Referent: Michael Kohl, Heilpraktiker
 

Informieren Sie sich jetzt über die Arbeit mit dem Symptomenlexikon und unsere Seminar-Reihe: